Streit um das Erbe – wann lohnt sich ein Anwalt?

Jeder Mensch besitzt viele Freiheiten seine Hinterlassenschaft zu regeln. Dafür hat der Gesetzgeber gewisse Freiräume, aber auch klare Regeln definiert. Im Grundsatz geht es aber darum, dass jeder selbst entscheiden kann, wenn nach seinem Tod sein Erbe wird. Es gibt allerdings gewisse Ausnahmen. Trotz dessen kommt es immer wieder zu Streitigkeiten, die so weit gehen können, dass sie sich ohne einen Anwalt nicht mehr regeln lassen.

Darüber streiten sich die meisten Erben

Häufige Streitpunkte bei Erbschaften entstehen meistens dann, wenn beispielsweise ein Pflichtteilsberechtigter im Testament gar nicht erwähnt wurde oder ein Erbe das Testament vollständig in Frage stellt, weil davon auszugehen war, dass der Erblasser formelle Fehler begannen hat oder nicht vollständig bei geistiger Verfassung war. Noch mehr Streit gibt es meist, wenn der Erblasser gar keine Regelungen für seine Erbschaft hinterlassen hat oder wenn viele Miterben mit einbezogen werden müssen.

So lässt sich der Erbstreit vermeiden

Die beste Chance einen Erbstreit zu vermeiden, besteht immer dann, wenn der Erblasser klare Regelungen für sein Erbe hinterlassen hat oder schon Vereinbarungen im Vorfeld getroffen hat. Es ist zum Beispiel möglich, den Pflichteilanspruch gegen die Zahlung einer Abfindung schon vor dem Eintreten des Todes zu erledigen. Um dabei alles richtig zu machen, sollten sich Erblasser bereits frühzeitig von einem Rechtsanwalt beraten lassen. Vorherige Rechtssicherheit kann bereits dafür sorgen, dass sich die Erben im Anschluss nicht mehr streiten werden.

In diesem Fällen sollte ein Anwalt konsultiert werden

Grundsätzlich sollte immer ein Anwalt (Siehe: Anwalt Erbrecht Dresden) konsultiert werden, wenn die Erbfolge nicht eindeutig ist. Bereits im Vorfeld kann der Erblasser sämtliche Regelungen mit der Unterstützung eines Anwaltes treffen. So kann sichergestellt werden, dass beim Eintreten des Todes, alles rechtmäßig und richtig geregelt ist. Ein Anwalt ist aber meistens auch dann notwendig, wenn keine klaren Regelungen getroffen worden, oder es Streitigkeiten um das Erbe gibt, die sich ohne einen Schlichter oder eine klare Rechtslage nicht mehr klären lassen.

So viel kostet der Streit um das Erbe

Die Kosten für die Streitigkeiten um das Erbe mit der Unterstützung eines Anwalts können sehr unterschiedlich sein. In der Regel wird dies mit einem Faktor von 1,3 in der Höhe das Nachlasses angesetzt. Hinterlässt der Erblasser beispielsweise 100.000 Euro, so würde die Gebühr für den Anwalt rund 2400 Euro betragen. Wenn die Instanz über den Anwalt für die Klärung nicht ausreicht, dann geht es vor Gericht weiter. In dem Fall fallen zusätzlich noch Gerichtsgebühren an. Auch fallen häufigen Kosten für einen Testamentsvollstrecker, für einen Gutachter oder einen Mediator an. Im besten Fall lassen sich Erbstreitigkeiten somit besser im Vorfeld vermeiden. Hier erfahren Sie etwas mehr über Strafrecht: Gebiete im Strafrecht

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